Die Verkehrsuntersuchung des Landes hat insgesamt drei Szenarien untersucht, wobei Szenario 1 das größte Verlagerungspotenzial in den Tunnel aufweist. Dieses Szenario geht von der Beibehaltung der Einbahn am Rudolfskai und der Imbergstraße aus. Für die Erstellung der Untersuchung wurden dem Gutachter drei zentrale Vorgaben gemacht, die zur Gänze erfüllt worden sind:

  1. Durch den Citytunnel darf es insgesamt zu keiner Erhöhung des Individualverkehrs kommen.
  2. Die Kapazität der zum Tunnel parallel verlaufenden Nord-Süd-Verbindungen ist einzuschränken.
  3. Die frei werdenden Kapazitäten sind für Optimierungsmaßnahmen zu Gunsten des Öffentlichen Verkehrs einzusetzen.


Die erste Vorgabe wurde vom Gutachter übererfüllt: Laut Studie kommt es nicht nur zu keiner Steigerung des Individualverkehrs, sondern zu einer Reduktion von über 6 Millionen Umwegkilometern im Jahr - dies entspricht 14 autofreien Tagen in der Stadt Salzburg. Nach der vorliegenden Untersuchung des Landes übernimmt der Citytunnel ausschließlich innerstädtische Erschließungsfunktion. Dies zeigt sich an den Verkehrszahlen, die für die Nord-Süd-Verbindungen errechnet wurden:

ZIS+P Verkehrsplanung Sammer&Partner, 2003

In der Eberhard-Fugger-Straße (-32 %), der Gaisbergstraße (-20 %), der Imbergstraße (-36 %), am Rudolfskai (-38 %), in der Schwarzstraße (-24 %) und am Makartplatz (-23 %) gibt es die höchsten Entlastungen vom Kfz-Verkehr.